CFM Oskar Tropitzsch: Chemikalien, Feinchemikalien, Metallverbindungen

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Unternehmen: HistorieUnternehmen: HistorieCfm Oskar Tropitzsch e.K. ist ein global agierendes Handelsunternehmen, das auf mehr als 200 Jahre an Erfahrung mit der Produktion und dem Handel von Chemikalien zurückblicken kann.

Der 24. Juli 1788 gilt als das Geburtsdatum der Chemischen Fabrik W.C. Fikentscher, aus der 1985 die Cfm Oskar Tropitzsch e.K. entstanden ist. Aber zurück zu den Anfängen: 1788 wurde die Chemische Fabrik von Wolfgang Caspar Fikentscher gegründet und war damit die erste chemische Fabrik in Deutschland.

Die Chemie war damals noch die Alchemie oder die "Probierkunst". Der Wunsch, Gold aus billigen Rohstoffen herzustellen, führte dazu, dass sich Fikentscher schon 1790 mit Quecksilber, neben der Produktion Chemikalien für die Glasindustrie und von Glas befasste. Gold gewann er nicht, aber umfangreiches Basiswissen über die fungizide Wirkung der Quecksilberverbindung, das für die Zukunft der Firma eine hohe Bedeutung bekommen sollte.

Fikentscher selbst genoss eine Ausbildung zum Apothekergehilfen und verwirklichte die Idee seiner Lehrmeister von einer chemischen Fabrik. Fikentscher hatte durch seine Ausbildung das Wissen, welche Produkte der damalige "Markt" verlangte und konnte sich ziemlich schnell vergrößern. Schon damals waren die Kontakte weltweit und nicht regional begrenzt.
Das muss man vor dem Hintergrund des anfangenden 19. Jahrhunderts sehen, als es weder Eisenbahn, Motorschiffe oder Autos noch Telefon, Gas oder Strom gab. Trotzdem importierte Fikentscher damals Kalisalpeter aus Chile, der über das Meer nach Hamburg und von dort die Elbe flussaufwärts verschifft wurde und den restlichen Weg mit Pferdegespannen über das Erzgebirge nach Marktredwitz transportiert wurde.

Die Bedeutung der Chemischen Fabrik Marktredwitz in der damaligen Zeit wird durch den Besuch von Johann Wolfgang von Goethe 1822 unterstrichen. Goethe konnte durch die Unterstützung der Familie Fikentscher in Marktredwitz Experimente durchführen und so seine bekannte Farbenlehre bestätigen.

Unternehmen: Bild Labor1890 war das Jahr von neuen Anfängen. Rund 100 Jahre nach der Gründung der chemischen Fabrik verkaufte die dritte Generation nach W.C. Fikentscher die Fabrik an die Brüder Oskar Bruno und Curt Bernhard Tropitzsch. Um die Firma retten zu können, mussten sie sich etwas einfallen lassen und kamen zur Überzeugung, dass eine Spezialisierung ihres Produktprogramms, vor allem im Bereich der Quecksilberpräperate, die rettende Wendung herbeiführen könnte. Durch diese Idee stieg bis 1914 die kleine Fabrik zum wichtigsten Produzenten weltweit für diese Spezialprodukte auf.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Landwirtschaft größte Probleme mit Pilzkrankheiten im Getreide. Dies hatte zur Folge, dass Ertragsausfälle von bis zu 90% vorkamen, mit verheerenden Hungerskatastrophen in Europa mit zigtausenden von Hungertoden.

Als Reaktion auf die hohen Ernteverluste wurde nach einem Fungizid geforscht, das die enormen Ausfälle reduzierte. 1907 stellte die Chemische Fabrik das erste quecksilberhaltige Beizmittel (Fusariol) her, das die Pilze bekämpfte, die Ernteerträge sicherte und steigerte.

Naturbedingte Hungersnöte gab es seit dieser Zeit nicht mehr in Westeuropa!
Unternehmen: Chemilabor1931 wurde die Chemische Fabrik Marktredwitz in die Chemische Fabrik Marktredwitz Aktiengesellschaft umgewandelt. In den folgenden Jahren wurden die weltweiten Kontakte und auch das Produktprogramm konsequent erweitert und intensiviert.

Die letzte Wandlung ereignete sich 1985, als die Cfm Oskar Tropitzsch e.K. ins Leben gerufen wurde, die ein Jahr später den "Goodwill" und das "Know How" von der Chemischen Fabrik Marktredwitz AG übernahm.

Die Produktion der Chemischen Fabrik Marktredwitz AG wurde durch die Firma Cfm Oskar Tropitzsch e.K. verschiedenen Vertragspartnern übertragen. Die Produktpalette wurde erheblich ausgeweitet und umfasst nun eine breite Palette von Produkten für die Analytik, Biotechnologie bis hin zur pharmazeutischen Industrie. Die Cfm Oskar Tropitzsch e.K. ist als Händler dennoch durch verschiedene Beteiligungen der chemischen Produktion verbunden und ist international bekannt als ein Spezialist für die Suche nach seltenen und speziellen Chemikalien.