ADCs

Innovationen für eine
bessere Welt

Wir liefern die Schlüssel zu neuen Therapien

Antibody Drug Conjugates (ADCs) sind ein neuer Ansatz in der Entwicklung innovativer Medikamente für die Krebstherapie. Die grundlegende Technologie wurde bereits 1908 von Paul Ehrlich erforscht und mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Humane Antikörper werden mit hochpotenten Toxinen verbunden (konjugiert), um gezielt Krebszellen zu töten und Heilung zu ermöglichen. Die Technologie verringert zudem Nebenwirkungen.

Führende Biotech- und Pharmaunternehmen vertrauen der Cfm Oskar Tropitzsch GmbH im nachhaltigen Sourcing von Toxinen als Payloads für ADCs – unter anderem Substanzen mit IC50-Werten im Picomolarbereich und speziellen Wirkmechanismen (Modes of Action).

Eine Herausforderung ist die weltweite Logistik von hochpotenten Produkten, die alle länderspezifischen Besonderheiten erfüllen muss. Der aktive Austausch mit ADC-Experten ermöglicht uns den Aufbau weiterer Dienstleistungen: Wir vermitteln Konjugationspartner, Spezialisten für Auftragsherstellungen und Fachleute für Sicherheitseinstufungen.

Unsere Dienstleistungen umfassen auch das aktive Vermarkten von potenziellen Payload-Kandidaten, die oft von innovativen Start-Ups entdeckt werden. Die „jungen Wilden“ sehen bei der Vermarktung ihrer Substanzen den klaren Vorteil des bestehenden, weltweiten dichten Cfm-Netzwerks.

Das Gift des Knollenblätterpilzes

Wir erschließen Alpha-Amanitin für die ADC-Anwendung

Wir agieren seit 2014 im Produktsegment Antibody Drug Conjugates und beschäftigen uns hauptsächlich mit Payloads. Erste Substanzen wurden zügig im Markt etabliert. Als kompetenter Partner wurde die Cfm Oskar Tropitzsch GmbH schon bald um alpha-Amanitin angefragt, dem hochpotenten Gift des grünen Knollenblätterpilzes, das bereits im Picomolarbereich wirkt.

Toxine verlangen generell spezielle Behandlung; derartige Gifte waren aber selbst für uns etwas Besonderes. Unser Team um Michael Schäffler bündelte das Know-how, fand vertrauenswürdige Quellen und Lösungen für die sichere Logistik bis zu den ersten Kunden an der US-Westküste.

Nach Recherche und Due-Diligence fanden wir einen hochqualifizierten Hersteller in Europa, der schon mehrere Jahre lang mit alpha-Amanitin arbeitete und die Extraktion aus dem grünen Knollenblätterpilz realisierte. Herausforderungen waren, dass sich Knollenblätterpilze nicht kultivieren lassen und für ein Gramm alpha-Amanitin etwa 20 Kilogramm frische Pilze benötigt werden. Wir hatten Anfragen für mehr als 10 Gramm vorliegen, Tendenz steigend.

Um eine Lösung zu finden, wurde unser Team kreativ: Wir fragten uns, ob die Produktion von alpha-Amanitin per Fermentation möglich wäre. Das Verfahren könnte den Versorgungsengpass egalisieren, den Preis senken und so die Forschung an Universitäten und Forschungseinrichtungen forcieren. Michael Schäffler nutzte seine Kontakte, erklärte Herausforderungen, setzte bei der Marktübersicht auf Transparenz und überzeugte ein langjähriges Cfm-Partnerunternehmen von dem Vorhaben.

Nach dessen eingehender Risiko- und Potential- Abwägung kam das „Go“ für ein Screening nach dem richtigen Stamm. Nicht einmal sechs Monate nach diesem Startschuss gelang es uns, alpha-Amanitin per Fermentation sicher herzustellen und einen reproduzierbaren Prozess für Produktion und Aufreinigung zu etablieren. Mit einem deutlich niedrigeren Preisniveau wurden wir unserer Verantwortung gegenüber unseren Kunden, ihrer Forschung und nicht zuletzt den Patienten gerecht.

ADCs Production
ADCs Project of the year

Michael Schäffler
Senior Project Manager

Project of the year 2016
Gewinner des Exportpreis Bayern im Bereich Dienstleistungen