Lupinen im Check: Mit Referenzstandards auf Nummer sicher

Lupinen gelten als wertvolle Eiweißquelle und sind besonders in veganen und glutenfreien Produkten beliebt. Doch neben ihren positiven Eigenschaften bergen sie auch gesundheitliche Risiken, die nicht unterschätzt werden sollten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass Lupinensamen natürliche Abwehrstoffe enthalten: sogenannte Chinolizidinalkaloide (QA). Diese Alkaloide können bei übermäßigem Verzehr oder unzureichender Verarbeitung zu Beschwerden wie Übelkeit, Schwindel, Herzrhythmusstörungen und Magen-Darm-Problemen führen. Besonders betroffen sind Produkte aus bitteren Lupinenarten, die deutlich höhere QA-Gehalte aufweisen als die gezüchteten Süßlupinen.

Neben toxikologischen Risiken spielt auch die Allergieproblematik eine Rolle: Lupinen können Kreuzreaktionen bei Menschen mit Erdnussallergie auslösen. Studien zeigen, dass bis zu 20 % der Erdnussallergiker auch auf Lupinen reagieren. Teilweise mit schweren Symptomen wie Atemnot oder anaphylaktischen Schocks. Zudem besteht die Gefahr einer Erstsensibilisierung bei Personen ohne bekannte Allergien. Mit dem steigenden Konsum lupinenhaltiger Produkte nimmt auch die Zahl solcher Fälle zu.

Die Datenlage zu QA-Gehalten in verarbeiteten Lebensmitteln ist bislang lückenhaft. Deshalb hat die EU ein Monitoring-Programm gestartet, um die Belastung systematisch zu erfassen. Für Hersteller bedeutet das: Eine sorgfältige Auswahl von Rohstoffen und die Einhaltung guter Herstellungspraktiken sind entscheidend. Produkte aus Süßlupinen, die fachgerecht verarbeitet wurden, gelten als gesundheitlich unbedenklich. Verbraucher sollten dennoch auf hochkonzentrierte Lupinenprodukte wie Mehle oder Pulver achten und bittere Wildformen meiden. Allergiker sollten Lupinen grundsätzlich vermeiden.

Unser Beitrag zur Produktsicherheit

Bei Cfm Oskar Tropitzsch unterstützen wir Hersteller und Labore dabei, die Qualität und Sicherheit lupinenhaltiger Produkte zu gewährleisten. Wir bieten Referenzsubstanzen für Chinolizidinalkaloide an. Diese Standards ermöglichen eine zuverlässige analytische Kontrolle und helfen, gesetzliche Vorgaben sowie interne Qualitätsrichtlinien einzuhalten. So tragen wir gemeinsam dazu bei, dass pflanzliche Innovationen sicher und vertrauenswürdig bleiben.

→ Sie haben Fragen zu unseren Referenzsubstanzen? Dr. Sandra Miklos hilft Ihnen gerne weiter.

→ Und hier geht es zum Beitrag des Bundesinstitut für Risikobewertung

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