Industrie und Natur im Einklang: Cfm Oskar Tropitzsch wird „Blühender Betrieb“

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz animiert im Rahmen des Projektes „Blühpakt Bayern“ Betriebe dazu, ihre Flächen insektenfreundlich und naturnah zu gestalten. Dies soll nicht nur den Bienen helfen, sondern die gesamte Artenvielfalt in Bayern unterstützen. Insgesamt wurden rund 50 Betriebe ausgezeichnet, darunter auch Cfm Oskar Tropitzsch.

Dagmar Schmitt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und der Marktredwitzer Oberbürgermeister Oliver Weigel ließen es sich nicht nehmen, die Auszeichnung persönlich an die Verantwortlichen des Projektes zu übergeben.

Hand in Hand für den Artenschutz

Schmitt: „Wir freuen uns, dass wir Ihnen diese Auszeichnung überreichen und Sie in die Familie der ´Blühenden Betriebe´ aufnehmen dürfen.“ Inzwischen wurden laut Schmitt bereits sieben Betriebe in Oberfranken ausgezeichnet, darunter zwei direkt in Marktredwitz.
Auch Oberbürgermeister Oliver Weigel freut sich über das Engagement: „Wir als Kommune nehmen das Thema Artenschutz sehr ernst – dies kann man beispielsweise in der Innenstadt beobachten, in der wir statt kahl gemähter Flächen immer mehr Blühstreifen anlegen. Besonders freut es uns, wenn sich Betriebe dieser Entwicklung anschließen. Herzlichen Glückwünsch zu dieser Auszeichnung.“


Vorangetrieben hat dieses Projekt vor allem Dr. Sandra Miklos, die eher zufällig darauf gestoßen ist. Dr. Sandra Miklos: „Mein Kollege und ich entdeckten die Aktion im Internet und wir waren uns sofort einig, dass wir mitmachen wollen. Letztes Jahr haben wir uns angemeldet und den Stein ins Rollen gebracht.“ Nachdem sich Dagmar Schmitt und Julia Holzmüller vor Ort vom Status quo überzeugt hatten, folgte ein kostenloser Beratungstermin mit Expertin Ute Geyer aus Goldkronach, die noch den ein oder anderen Tipps für den letzten Schliff geben konnte.


Das Erfolgsrezept: der perfekte Mix aus Wildblumen, Stauden und Hölzern


Um die Auszeichnung „Blühender Betrieb“ zu erhalten, gilt es, einige Kriterien zu erfüllen. So müssen zum Beispiel mindestens 20 Prozent der Flächen naturnah angelegt sein – also durchgängig blühen von Frühling bis Herbst. Sie müssen verschiedene Lebensräume bieten aus diversen Stauden, Gehölzen und heimischen Wildblumen. Des Weiteren dürfen keine chemischen Pflanzenschutzmittel und keine torfhaltigen Substrate verwendet werden. Einige Bereiche der Blühflächen sollen als Überwinterungsstätten für Insekten erhalten bleiben.


Gut, dass das Unternehmen bereits beim Neubau des Firmengebäudes im Jahr 2018 auf nachhaltige und insektenfreundliche Gestaltung des Geländes gesetzt hat. So sind beispielsweise fast 50 Prozent der Gesamtfläche naturnah angelegt. Statt Beton und Asphalt finden sich auf dem Parkplatz des Firmengeländes wasserdurchlässige Bodenplatten. Für insektenfreundliche Beleuchtung des Außenbereiches sorgen nach unten strahlende LED-Leuchten. Auf der umliegenden Wildblumenwiese, gespickt mit Wilder Möhre, Färberkamille, Klatschmohn und Königskerze, tummeln sich zahlreiche Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Ein Wildbienenvolk hat im Insektenhotel ein neues Zuhause gefunden und auch Fuchs, Hase und Turmfalke lassen sich regelmäßig auf dem Gelände sehen.  


Blühpakt: Win-win für Insekten und Teammitglieder


Auf die Frage, welche Motivation hinter dem Projekt für Geschäftsführer Steffen Tropitzsch steckt, antwortet dieser: „Der ländliche Raum, indem wir uns hier befinden, ist etwas ganz Besonderes, denn er zeigt deutlich, dass Industrie und Natur nicht zwangsläufig im Gegensatz stehen müssen.  Wenn wir beides aufeinander abstimmen, tragen wir zum Schutz der Artenvielfalt bei und fördern gleichzeitig unsere eigene Work-Life-Balance. Dieser Gedanke hat uns dazu motiviert, am Projekt Blühpakt teilzunehmen.“

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