
Phytopharmaka und Erkältungswelle: Der Zeitpunkt ist entscheidend
Die Tage werden kürzer und kälter und mit dem Regenwetter feiern auch Erkältungsviren ihr Comeback. Haben sich hartnäckige Atemwegsinfekte erst einmal festgesetzt, hilft am Ende oft nur eine Antibiotika-Therapie. Doch so weit muss es nicht kommen.
Die Welt der Heilpflanzen bietet vor allem bei akuten Atemwegsinfektionen eine ganze Bandbreite an geprüften Therapie-Möglichkeiten. Greift man rechtzeitig zum geeigneten Mittel, lässt sich eine Antibiotika-Therapie in vielen Fällen vermeiden.
Geballte Pflanzenkraft gegen Bronchitis und Sinusitis
Einen schnelleren Heilungsverlauf von Husten und Bronchitis bringen beispielsweise Efeu-Extrakte, Extrakte aus Pelargonium sidoides oder Extrakt-Kombinationen aus Efeu und Thymian oder Primel und Thymian. Wirksam zeigt sich auch das Mischspezialdestillat auf Basis rektifizierter Eykalyptus-, Süßorangen-, Myrten- und Zitronenöle sowie 1,8-Cineol. Weitere sehr gute Studienergebnisse liefern Senföl-haltige Präparate aus Kapuzinerkressekraut und Meerrettichwurzel bei der Prophylaxe und Behandlung von Bronchitis und Sinusitis.
Auch die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde spricht sich im Falle von Nasennebenhöhlenentzündungen klar für phytotherapeutische Optionen aus. In ihrer S2k-Leitlinie empfehlen die Autoren in erster Linie standardisierte 5er-Fixkombinationen aus Primbelblüten, Enzian-, Ampfer und Eisenkraut sowie Holunderblüten und spezielle Eukalyptusextrakte. Die Präparate ermöglichen eine verbesserte Drainage in Nasenhaupt- und Nasennebenhöhle, wodurch die Beschwerden rascher abklingen.
Breiter Wirkansatz je nach Heilpflanze
Die allermeisten unkomplizierten Erkältungskrankheiten erledigen sich nach einiger Zeit sicherlich von allein – ohne jeglichen Einsatz von Medikamenten. Phytotherapeutische Maßnahmen sorgen jedoch für einen schnelleren Heilungsverlauf. Dies liegt am breiten Wirkansatz, der von Pflanze zu Pflanze aus unterschiedlichen Komponenten besteht. Teils wirken Heilpflanzen direkt antiviral oder antibakteriell. Andere unterstützen wiederum die Mukoziliar-Tätigkeit und damit die Sekretolyse. Sputum, welches leichter abgehustet werden kann, entlastet die Hustenrezeptoren und lindert den lästigen Hustenreiz. Darüber hinaus bieten Echinacea-Produkte eine immunmodulierende und immunstimulierende Komponente.
Entscheidend beim Einsatz von Phytopräparaten ist der Zeitpunkt: je früher, desto besser. Es schadet daher nicht, schon zu Beginn der Herbstmonate die Hausapotheke entsprechend auszustatten. Die rechtzeitige Einnahme von evidenzbasierten Extrakten hilft nicht nur, die Symptome zu lindern, sondern kann auch den Antibiotika-Gebrauch reduzieren.
Prophylaktische Einnahme kommt Erregern zuvor
Noch besser ist es, gar nicht auf die ersten Symptome zu warten, sondern ihnen zuvorzukommen. So kann sich eine prophylaktische Einnahme von Mischpräparaten aus Kapuzinerkressekraut und Meerrettichwurzel lohnen.
Phytotherapeutika besitzen ein großes Potenzial, wenn es um die Einsparung von Antibiotika geht. Das ist nicht nur für die eigene Gesundheit ein guter Weg, sondern auch im Hinblick auf die Resistenzentwicklung.
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