Pflanzliches Cholesterol: wichtige Entwicklung in der Impfstoffproduktion

Forschern ist es gelungen, durch ein hocheffektives Verfahren pharmazeutisches Cholesterol aus pflanzlichen Rohstoffen herzustellen. Das eröffnet gerade in der Impfstoffproduktion neue Möglichkeiten. So können künftig große Mengen des Moleküls verfügbar gemacht werden, welches zum Beispiel für die Produktion von mRNA-basierten Impfstoffen dringend gebraucht wird.

Cholesterol: Essenzieller Baustein im Lipid-Cocktail von Impfstoffen

Für die Verabreichung von fertigen Impfstoffen ist ein sogenannter „Lipid-Cocktail“ notwendig. Ein wichtiger Baustein dieses Cocktails ist Cholesterol. Lipide sind zum Großteil wasserunlösliche Naturstoffe. Zusammen mit dem mRNA-Fragment bilden sie Lipid-Nano-Partikel, die den Impfstoff gut geschützt in die Zellen bringen.

Synthetisch hergestelltes Cholesterol spielt an dieser Stelle eine wichtige Rolle. Es trägt dazu bei, die Lipid-Nano-Partikel zu stabilisieren und den Impfstoff in der Zelle freizusetzen.

Keine Risiken durch Verunreinigung

Bisher kommen die benötigten Mengen des Cholesterols aus tierischen Quellen. So werden sie beispielsweise aus dem Fett von Schafwolle gewonnen oder aus tierischem Gewebe. Dieses Vorgehen birgt unter anderem das Risiko, spongiforme Encephalopathie zu übertragen, was eine massive Schädigung des Gehirns zur Folge haben kann. Aber auch unerwünschte Immunreaktionen oder eine allgemein schwankende Produktqualität können auftreten.

Bei der synthetischen Herstellung von Cholesterol können diese Risiken vermieden werden, da hier keine Verunreinigungen auftreten.

Cfm Oskar Tropitzsch liefert Forschungsmengen

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