
Wirkstoff des Monats November: Histamin Dihydrochlorid
Der Wirkstoff des Monats November ist Histamin Dihydrochlorid. Der Hauptanwendungsbereich dafür ist die Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML) in Kombination mit Interleukin-2 (IL-2).
Histamin Dihydrochlorid wird hauptsächlich in der Erhaltungstherapie für erwachsene Patienten mit AML verwendet, die sich in der ersten Remission befinden. Es wird in spezifischen Behandlungszyklen verabreicht, oft in Kombination mit IL-2. Dies soll zum einen die Immunantwort verstärken und zum anderen das Wiederauftreten der Krankheit unterbinden.
Wirksam bei myeloischer Leukämie
Histamin Dihydrochlorid hemmt die Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS), die von bestimmten Immunzellen produziert werden. Diese ROS können die Funktion von Lymphozyten beeinträchtigen, die für die Bekämpfung der Leukämiezellen von großer Bedeutung sind. Durch die Hemmung der ROS-Produktion schützt Histamin Dihydrochlorid die Lymphozyten und optimiert gleichzeitig ihre Fähigkeit, Leukämiezellen zu zerstören.
Verabreicht wird der Wirkstoff in Form von subkutanen Injektionen. Die Therapie besteht aus mehreren Zyklen. Jeder Zyklus umfasst eine Dauer von 21 Tagen und beinhaltet eine behandlungsfreie Phase.
Histamin Dihydrochlorid ist in Form einer gezielten Immuntherapie ein wichtiger Baustein in der Behandlung von AML.
Auch für Allergiediagnostik und biomedizinische Forschung von Bedeutung
Über die Krebstherapie hinaus gibt es weitere Anwendungsbereiche für diesen Wirkstoff. Er spielt eine große Rolle in der Allergiediagnostik und in der biomedizinischen Forschung.
- Prick-Tests: Hier wird Histamin Dihydrochlorid als Positivkontrolle verwendet, um allergische Reaktionen zu diagnostizieren.
- Forschung: In der Forschung soll es die Rolle von Histamin in verschiedenen physiologischen Prozessen aufzeigen, zum Beispiel bei der Untersuchung von Reaktionen auf Antigene.
- Orthograde Neurotransmitter: Histamin Dihydrochlorid wird als orthograder Neurotransmitter verwendet, um erregende postsynaptische Potenziale zu erzeugen.
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